Wieder schwierige Zeiten für Fuldatals Kommunal-Politik!

21. Januar 2019

Bereits in der 3. Kalenderwoche des Neuen Jahres wurde in Fuldatal eine außerordentliche Sitzung der Gemeindevertretung erforderlich. Eine eigentlich erfreuliche und begrüßenswerte Entwicklung in der Gemeinde bereitet jedoch erhebliche Probleme für die gemeindlichen Finanzen. Eine kaum erwartbare Zunahme der Nachfrage nach Kinderbetreuung in Kita- und Krippenplätzen hat die bisherigen Möglichkeiten und Planungen  an Grenzen geführt. Die aktuellen Vorhaben zur Errichtung einer weiteren Kindertagesstätte in Ihringshausen und Erweiterungsbauten in Rothwesten reichen kurzfristig schon nicht mehr aus. Eltern haben bereits offiziell Beschwerde geführt.

Die Ankündigungen und Beschlüsse zur Kinderbetreuung durch  die Bundesregierung und entsprechende Festlegungen durch die Hessische Landesregierung haben gesetzliche Ansprüche geschaffen, die viele Kommunen an Grenzen bringen, so auch in Fuldatal. Daher mussten jüngst durch das Parlament nachhaltige Beschlüsse zur Schaffung und Finanzierung von Übergangs-Lösungen gefasst werden: Sowohl in Ihringshausen als auch in Rothwesten sollen zunächst Container-Quartiere geschaffen werden, bis die bereits vorgesehenen und nunmehr auch noch zu planenden Neubauten von zwei Kindergärten geschaffen wurden. Im Neubaugebiet „An den Lindenbäumen“ sind gegenwärtig noch die erforderlichen Erschließungsmaßnahmen im Gange, ehe die vorgesehene Kita-Anlage mit sechs Gruppen ausgeführt werden kann. Fehlende Kapazitäten bei den Baufirmen hatten die Arbeiten fast um ein Jahr in Verzug geraten lassen. In Rothwesten gilt es nunmehr, bisherige Planungen fallen zu lassen und ein geeignetes Grundstück für den neuen Bedarf von fünf Kindergarten- und Krippengruppen ausfindig zu machen.

Das alles bringt die gemeindlichen Finanzen allerdings demnächst wieder in eine kritische Lage, nachdem in den vergangenen drei Jahren mit ausgeglichenem Haushalt und weiteren Hilfsmaßnahmen durch das Land Hessen die extreme Verschuldung aus früheren Jahren erfolgreich reduziert werden konnte.

Die Fuldataler CDU-Fraktion sah sich vor diesem Dilemma spontan veranlasst, den Gemeindevorstand per parlamentarischem Antrag zu beauftragen, weitere erforderliche Mittel vom Bund und dem Land auf dem Klagewege einzufordern. Alle anderen Fraktionen schlossen sich erfreulicherweise diesem Ansinnen an, so dass der diesbezügliche Antrag ein- stimmig vom Parlament gefasst werden konnte. Im Interesse von Bürgern und deren Kindern drängt die Zeit.

Noch dominieren Baugeräte und -materialien die Neubaufläche „An den Lindenbäumen“. Die dort stillgelegte Container-Anlage, im Hintergrund zu sehen, die bisher der Betreuung von schulpflichtigen Hortkindern diente, wird wohl als Übergangslösung für den Kita-Neubau dienen, bis die bereits genehmigten Baupläne eines neuen Kindergartens mit sechs Gruppen umgesetzt werden können. Hohe Mehrkosten sind nicht vermeidbar.

 

Der Rothwestener Kindergarten, jahrelang nur mit zwei Gruppen betrieben, reicht gegenwärtig bei weitem nicht aus, um der entstandenen Nachfrage nach Krippen- und Kita-Plätzen zu entsprechen. Eine Übergangslösung mit Containern muss nun helfen, ehe nach entsprechenden Planungen und Finanzierungen eine völlige Neukonzeption entsteht. Der anstehende Kostenaufwand ist enorm.